Kaffee- Einlauf (nach Dr. Max Gerson)

 

  • Drei gehäufte Teelöffel gemahlener Bio-Kaffee zu einem Liter kochendem Wasser hinzufügen. (Sollte das Wasser stark flouridiert sein, bitte destilliertes Wasser benutzen)
  • Drei Minuten lang kochen lassen und anschließend ca. 15 Min. zugedeckt ziehen lassen
  • Die Lösung fein abseihen, gegebenenfalls durch ein Baumwolltuch, und mit heißem Wasser auf einen Liter auffüllen
  • Auf Körpertemperatur abkühlen lassen
  • Am besten liegt der Patient mit bequem angezogenen Beinen auf der rechten Seite und lässt den Einlauf langsam in das Rektum einlaufen. Das Einlaufgerät hängt ca. 1⁄2 m über ihm. Sollte eine Rechtslage nicht möglich sein, ist die Rückenlage ebenfalls möglich, hier die Beine bitte aufstellen.
  • Idealerweise verbleibt der Kaffee-Einlauf bis zu 15 Minuten im Darm. Das erfordert Übung und gelingt selten beim ersten Versuch
  • Bei sehr kranken Patienten kann der Einlauf alle 4 Stunden wiederholt werden

 

Nutzen des Kaffee-Einlaufes aus naturheilkundlicher Sicht

 

  • soll unterstüzend bei beginnenden grippalen Infekten wirken
  • Kaffee-Einläufe „verdünnen“, volkstümlich formuliert, das Blut und die Gallenflüssigkeit
  • Kaffee enthält Theophyllin und Theobromin. Diese Stoffe erweitern die Blutgefäße und wirken anti-entzündlich
  • Palmitat im Kaffee erhöht die Glutathion-S-Transferase, die für „Entgiftung“ aus dem Blut zuständig ist
  • Die Flüssigkeit Kaffee stimuliert als solche das Nervensystem des Darms, das dann mit erhöhter Darmperistaltik antwortet. So wird die Galle schneller ausgeschieden und weniger Giftstoffe rückresorbiert
  • Das Blut passiert ca. alle drei Minuten einmal die Leber. Wird der Einlauf wirklich 15 Minuten gehalten, wirkt er wie eine Art „Blutwäsche“
  • wirkt vielfach nach Beobachtungen einzelner Therapeuten schmerzstillend, da in kurzer Zeit viel entgiftet wird und toxische Reste entfernt werden
  • Vorsichtig sollten Patienten mit niedrigem Blutdruck sein. 


Diese naturheilkundliche Methode beruht zwar auf pathophysiologischen und pharmakologischen Erkenntnissen der evidenzbasierten Medizin, Sie gehört aber dennoch zur Erfahrungsheilkunde, weil sie primär auf Empirie beruht und keine validen wissenschaftliche Studien zur Wirkung und Wirksamkeit vorliegen. Ich beziehe mich also auf Erfahrungen einzelner Therapeuten.

Nur der Vollständigkeit halber, eine Entgiftung im naturheilkundlichen Sinn kennt die evidenzbasierte Medizin nicht, es ist dort die Ausscheidung von Stoffwechselzwischen- und -endprodukten. Als Naturheilkundlerin bleibe ich aber gerne bei dem dort etablierten Begriff.

 


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